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Damit unser Hund sich nach unseren Vorstellungen entwickelt, benötigt er eine liebevolle und konsequente Erziehung. Stellen sich Verhaltensweisen ein, die wir eigentlich nicht an ihm haben möchten, dann liegt das oft nicht am Hund, sondern - und so ehrlich sollte jeder Hundehalter mit sich sein - an der Nachlässigkeit des Menschen. Doch es ist in keinem Fall zu spät. Sicher auch beim Hund gilt : Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nur schwer. Doch er lernt. Und um im Nachhinein unerwünschtes Verhalten abzulösen und erwünschten zu trainieren, gibt es Hilfsmittel, die helfen können. Doch schon hier sei bemerkt: Jedes Hilfsmittel ist nur so, wie der Mensch der es einsetzt. Daher rät Hund und Kult dazu, jedes Hilfsmittel - und dazu gehören vom Halsband über das Geschirr bis zur Leine, dem Leg-Leader, der Box, dem Clicker oder dem so genannten Halti viele Optionen - sie mit fachkundiger Hilfe eines Trainers zu erarbeiten, der dann auch dem Menschen die richtige Handhabung zeigen kann. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Halti - ein praktisches Hilfsmittel - wenn es richtig eingesetzt wird | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Welcher Hundehalter träumt nicht davon, ruhig und entspannt spazieren zu gehen. An der Leine neben ihm läuft ein ebenso gelassener und entspannter vierbeiniger Freund, der aufmerksam jede Regung seines Menschen verfolgt, um - falls nötig - sofort die Richtung zu ändern, wenn Herrchen einen neuen Weg einschlägt. Ohne Ziehen, ohne zerren: eben zwei auf dem gleichen Weg. Um dieses Idealbild hinzubekommen, muss man eigentlich von Welpenzeit an konsequent ein verständliches Bei-Fuß-Training beziehungsweise Leinentraining mit dem Hund praktiziert haben, dass das Tier zu einem absolut verlässlichen Begleiter gemacht hat. Das aber gelingt den wenigsten. Allzu oft schleicht sich im Alltag ein gewisser Schlendrian ein, der aus dem braven Bei-Fuß-Gänger" einen halsstarrigen, unkonzentrierten oder einfach körperlich unglaublich starken Hund macht, der auch an der Leine lieber seinen eigenen Weg geht, hier schnüffelt, dort pieselt oder mal ganz schnell hinter einem Artgenossen her will. Dann geht es los, das Geziehe und Gezerre an Leine, Halsband oder Geschirr. Leine, Halsband, Geschirr, Leg-Leader: Alles Hilfsmittel, die Hundehalter bis zu diesem Zeitpunkt oft schon benutzt und ausprobiert haben - und die ihren Zweck doch irgendwie nicht richtig erfüllt haben. Mit diesem Problem beschäftigte sich Anfang der 70-er Jahre auch der britische Tierpsychologe Dr. Roger Mugfort. Er machte sich die Erfahrungen aus dem Reitsport zueigen. Wenn sich Pferde so leicht über ein Halfter führen lassen, wieso sollte das dann nicht auch mit Hunden funktionieren. Und so entwickelte er das Kopfhalfter für Hunde, das so genannte Halti®. Dabei machte er sich zwei Dinge zunutze: Zum einen geht der Hund, ebenso wie Pferd oder Mensch, in die Richtung, in die er schaut. Und da man durch einen sanften Zug am Kopfhalter, die Blickrichtung des Hundes beeinflussen kann, kann man auch seine Bewegungsrichtung steuern. Zum anderen imitiert das Halti, so es denn fachgerecht angewandt wird, in bestimmten Situationen den so genannten Schnauzengriff, eine Maßnahme, mit denen der Ranghöhere den Niedrigeren im Rudel tadelt. Dabei kommt auf die sekundenschnelle Anwendung an, damit der Hund es richtig versteht. Denn der Schnauzengriff hat in der Hundesprache noch weitere Bedeutungen, etwa als liebevolle Spielaufforderung. Daher ist es also wichtig auf den Punkt zu reagieren, wenn damit ein Tadel für ein bestimmtes Verhalten gemeint sein soll. Wann immer der Hund in die Leine springt, erfolgt mit dem Halti eben sekundengenau, weil durch das Verhalten des Hundes selbst ausgelöst und ohne Rucken, ohne laut zu werden und für den Hund verständlich, eine Korrektur seines Verhaltens. Entscheidend ist, dass das Halti korrekt eingesetzt wird. Das beginnt schon bei der Gewöhnung an das neue Hilfsmittel. Diese sollte behutsam und langsam geschehen, damit der Hund das Halfter akzeptiert, sich nicht daran stört und sich nicht irritiert dagegen wehrt. Dabei ist also viel Einfühlungsvermögen und Geduld gefragt. Darüber hinaus gibt es viele Grundsätze, die zu beachten sind, wenn man ein Halti benutzt. Da wäre beispielsweise, dass das Umlenken des Blickes nur sanft zu erfolgen hat. Das Rucken am Halti ist absolut tabu, da es eine mechanische Einwirkung auf Kopf, Hals und damit auch auf die Wirbelsäule des Hundes ist. Außerdem sollte beispielsweise - ganz doglike- akzeptiert werden, wenn der Hund nach einem Umlenken, den Kopf beschwichtigend wegdrehen möchte. Das bedeutet, dass die Leine am Halti nach jeder Korrektur wieder locker durchhängen muss. Und dann wäre da noch der Grundsatz, dass jeder Maßregelung zunächst ein Warnsignal vorausgehen sollte, um dem Hund eine Chance zu geben, die Aufgabe, die wir ihm geben, zu erfüllen. Ein Kommando, dann die erste Einwirkung über Halsband oder Geschirr und dann erst der tadelnde Schnauzengriff. Erst durch solche oder ähnliche Abläufe, erkennt der Hund den Sinn des Tadels. Ein Tadel ohne Vorwarnung müsste er einfach als grundlos aggressives Verhalten deuten. Richtig angewandt, wird der Halter das Halti nach einiger Zeit immer weniger nutzen müssen. Ebenso wie bei jedem anderen Hilfsmittel ist es das Ziel des Hund-und-Kult-Halti-Trainings, auch das Hilfsmittel Halti irgendwann wieder abbauen zu können, wenn der Hund das gewünschte Verhalten gelernt hat. Um mit dem Halti ans Ziel zu kommen, ist es aber nicht nur erforderlich, dass der Hund die Signale des Haltis richtig versteht und lernfähig ist. Der Umgang mit dem Halti erfordert auch von den Menschen intensives Training. Denn im Gegensatz zu Hunden, die sich mittels minimaler Gesten verständigen, sind wir Menschen doch regelrechte Grobmotoriker. Und gerade ruppiges Verhalten am Halti MUSS VERMIEDEN werden. Daher bietet Hund und Kult intensive Übungsstunden mit dem Halti an und rät dringend davon ab, in den Laden zu gehen, ein Halti zu kaufen, es dem Hund anzulegen und ohne Anleitung loszulegen. In diesem Fall könnte der Hund nach kurzer Zeit gegen das Halti ebenso unempfindlich sein, wie er es gegen Leine, Halsband, Geschirr oder Leg-Leader ist. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| DER CLICKER ... | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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...ist ein Hilfsmittel, das unsere Kursusteilnehmer bei der Erziehung ihrer Hunde unterstützt. Der Clicker wird als Lob/Bestätigung eingesetzt. Für den Hund ist das Click-Geräusch des kleinen "Clickers" am Handgelenk seines Menschen ein Synonym für ein Leckerchen, mit dem er für etwas belohnt wird, das er gut gemacht hat. |
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Entsprechend des Pawlowschen Experimentes, wird der Hund zu Beginn der Arbeit mit dem Clicker, auf das Geräusch konditioniert. Bei jedem Click gibt es ein Leckerchen. Hat der Hund die Verknüpfung von Geräusch und Fressen erst einmal hergestellt, kann man damit beginnen, das Leckerchen nur noch bei jedem zweiten, dritten, fünften Mal zu geben. Beispiel: Möchte man seinem Hund nun beispielsweise beibringen, bei einem Kommando seine Decke aufzusuchen, wartet man wortlos ab, bis der Hund die Decke berührt - und klickt sofort mitsamt Leckerchengabe. Der Hund weiß, er hat etwas gemacht, wofür er belohnt wird. Ganz schnell wird er versuchen, das zu wiederholen. Bei jeder Berührung der Decke gibt es einen Klick und ein Leckerchen. Später wird der Befehl "Decke" ergänzt. Wenn´s klappt, wird geklickt und belohnt. Wenn nicht, die Übung wortlos wiederholt. Ganz schnell wird der Hund lernen, wofür es eine Belohnung gibt. Bis der Befehl sitzt, gilt es, ihn viele Male zu wiederholen, wobei zunächst die Belohnung, später auch das Click abgebaut werden kann, bis der Befehl alleine reicht. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||